Jung und jünger bei den Telemarkern – das 3. Telemark-Festival Bayrischzell sorgte für große Aufmerksamkeit und viel Begeisterung in den Gesichtern der Teilnehmer. Trotz widrigster Straßenverhältnisse fanden ca. 80 Telemarker und einige Monoskifahrer den Weg ins Sudelfeld. Der Vormittag wurde dominiert von den Bayerischen Meisterschaften im Telecross, bei dem 3-4 Fahrer gleichzeitig starten, und erstmalig auch im Monocross.
Morgenrot zog auf, als die ersten Helfer am Sudelfeld anfingen, für das 3.Telemarkfestival Bayrischzell aufzubauen. Wochen der Anstrengung lagen hinter dem Organisationsteam um Wolfi Petters, das nun mit Vorfreude dem ersten und gleichzeitig interessantesten Tag des Festivals entgegensah. Eine Vielzahl von Workshops für den blutigen Anfänger bis hin zum Switch(=Rückwärts)-telemarken für Fortgeschrittene wurden abgehalten.
Der Vormittag wurde dominiert von den beiden Bayerischen Meisterschaften im Telecross (ein Telemarkrennen, bei dem 3-4 Fahrer gleichzeitig starten) und erstmalig auch im Monocross (ein Monoskigerät ist ein Skigerät, das Rollstuhlfahrern das Skifahren und auch die Teilnahme an einem Crossrennen möglich macht).
Der Neuschnee der letzten Tage ließ die Streckenshaper ein abwechslungsreiches Rennen mit Wellen und Sprüngen gestalten, auf das sich 3-5 Telemarker oder Monoskifahrer je Rennen im Kampf um die besten Plätze stürzten. Drei hochdekorierte Nationalteamfahrer, Franz Hanfstingl, Anna Schaffelhuber und Thomas Nolte, die sonst international bei Europa- ,Weltcuprennen und Paralympics starten, zeigten Mut, Einsatz und Kampfgeist, indem sie sich mit höchster Konzentration auf die anspruchsvolle Disziplin einließen. Anna Schaffelhuber meinte: "Der MonoX stellt ganz besondere Anforderungen an die Fahrer. Es geht nicht nur darum, seine Linie zu fahren, sondern man kämpft Seite an Seite, teilweise Skigerät an Skigerät."
Die Bayerischen Meisterschaften im Telecross fanden in drei Kategorien statt: Jugend, Damen und Herren. Im Bereich Jugend beeindruckten die Nachwuchstelemarker durch ihre bereits sehr ausgefeilte Technik. Bei den Damen gab es eine Überraschung, als im Finale Auri Bittner einen sensationellen Start hinlegte und die Nationalteamfahrerinnen Moni Rieder, Susann Schubert und das österreichische Nationalteammitglied Gitti Blasisker das Nachsehen hatten. Bei den Herren hingegen überzeugte wieder einmal Tobi Müller, der vor seinem Teamkollegen Jonas Schmid und Hardi Habersetzer sowie Gregor Vogler ins Ziel kam.
Das eingespielte Team der Schneesportschule Schneestolz hatte es geschafft, ein familiäres, rundes Festival auf die Beine zu stellen, bei dem man spürte, wie sehr allen an hoher Qualität gelegen war. "Schee war`s und nächstes Jahr bitte wieder", so lautete der einhellige Tenor der Teilnehmer.
Quelle: Schneestolz,
www.schneestolz.de
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