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Auftakt der BG-Kliniktour mit Verabschiedung von Paralympics-Teilnehmern | Zugspitze (uz). „Sport ist die effektivste Art, nach einer eintretenden Behinderung den Menschen um sich herum klar zu machen, dass man immer noch derselbe ist“, Sir Philipp Craven, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) brachte es auf den Punkt. Deshalb sind die Behindertensportverbände so wichtig, erst recht die Paralympics, die immer wieder eindringlich darauf aufmerksam machen - aber auch die BG-Kliniktour, die in Kooperation der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) durchgeführt wird.
Die Kick off-Veranstaltung mit hochkarätigen Gästen präsentierte sich in eindrucksvollem Rahmen in der Panorama-Lounge auf der Zugspitze. Strahlender Sonnenschein und klare Luft mit enormer Weitsicht verzauberten die Landschaft zu einem ständig präsenten „Plakat“, vor dessen Hintergrund das Event den Sinn der jährlichen Tour enthüllte. BR III-Moderator Wolfgang Nadvornik entlockte den illustren Gästen aus Sport und Sportpolitik den Grund für ihren Einsatz in der Öffentlichkeit.
So bekannte die Paralympics-Goldschwimmerin Kirsten Bruhns, die eigentlich aus dem Nicht-Behinderten-Leistungsschwimmen kommt: „Es ist für mich immer noch interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Sportler mit Behinderung behandelt werden.“ „Sportler sind wichtig, um zu zeigen, dass das Leben auch ohne Beine noch nicht zu Ende ist ...“, definierte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) den Sinn der BG-Kliniktour.
Um dies zu unterstützen, waren sie gekommen: die Paralympic-Asse Holger Mikelis (Tischtennis), Natalie Simanowski (Radsport), Wolfgang Sacher (Radsport), aber auch Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler (beide Ski alpin) und viele andere. Mit ihren bayerischen Kaderkollegen Georg Kreiter und Franz Hanfstingl demonstrierten die beiden Skifahrer später am Steilhang, wie rasant sie auch mit nur einem Arm bzw. gelähmten Beinen die Piste hinunter rasen und den Slalomparcours durchkreuzen.
„Heute steht der Athlet im Vordergrund, nicht mehr dessen Behinderung“, diese Entwicklung sah Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, als „Meilenstein“ in der paralympischen Bewegung. Dr. Karl Quade, Chef de Mission und Vizepräsident Leistungssport im DBS, erinnerte daran, dass nur noch 44 Tage bis zu den Paralympics in Vancouver verblieben. Er sah den Spielen positiv entgegen und meinte: „Was die Leistungsfähigkeit betrifft, wollen wir Vorbild sein für Menschen mit und ohne Behinderung.“
Vorbilder sind Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler schon seit vielen Jahren, und zwar ganz bewusst. Sie wollen Schicksalsgenossen Mut machen, nicht zu zerbrechen, sondern den Kampf aufzunehmen – so wie sie es selbst vorleben. Hartmut Courvoisier, Präsident des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern, verabschiedete die anwesenden Sportler zu den Paralympics in Vancouver (Die offizielle Nominierung erfolgt am 17. Februar) . Von Moderator Wolfgang Nadvornik nach seinen Erwartungen gefragt, antwortete er: „Immer nur das Beste!“ Er erwarte schon Medaillen – aber auch Silber, Bronze, ein 4. und 5. Platz seien ganz herausragende Leistungen.
Für Gerd Schönfelder (zwölffacher Paralmpicssieger, zwölffacher Weltmeister) sind es 2010 bereits die sechsten Paralympics, für Martin Braxenthaler (siebenfacher Paralympicssieger, sechsfacher Weltmeister) die dritten Paralympischen Spiele. | Craven_Courvoisier.jpg (161480bytes) Verabschiedung_BVS_3.jpg (205519bytes) Braxenthaler_Schoenfelder_Action_14.jpg (93850bytes)
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